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Business, Recht, Tools

Der Digitale Produktpass kommt: Arbeit an den Normen

Das Haus der Normung, Zentrale des DIN ©DIN

Berlin/Brüssel. Der „Digitale Produktpass“ soll in der EU nach Batterien auch für Ökodesign und für viele andere Produkte kommen. Normen-Organisationen wie DIN haben mit der Arbeit daran begonnen.

Die deutschen Normen-Institute DIN und DKE haben Mitte Juli in einer konstituierenden Sitzung den Gemeinschaftsausschuss „Digitaler Produktpass“ gegründet, heißt es in einer Aussendung: Ziel des Ausschusses von Vertreter:innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, öffentlicher Hand und Zivilgesellschaft sei es, mit Normen und Standards die weitere Entwicklung des Digitalen Produktpasses und seines Ökosystems zu unterstützen und dabei die europäische und internationale Interoperabilität zu fördern. An der Gründungssitzung nahmen demnach rund 300 Personen teil.

Was der Digitale Produktpass bringen soll

Man verspricht sich von der digitalen Neuentwicklung mehr Transparenz bei Produktdaten: Das sei nicht nur für Verbraucher:innen, sondern für alle Akteure innerhalb der Wertschöpfungskette wichtig. Die unlängst beschlossene EU-Batterieverordnung war dabei die erste EU-Verordnung, die einen solchen Produktpass vorschreibt, der u.a. Pflichtangaben zu CO2-Emissionen enthält.

Generell sollen die künftigen Digitalen Produktpässe der EU Produktinformationen – von verwendeten Rohstoffen bis zu Recycling-Möglichkeiten, von Konformitätserklärungen bis zu Betriebsanleitungen – bündeln und über den gesamten Lebenszyklus abrufbar machen. Außer Produktname und -produzent, Eigenschaften und Herstellungsort können darin auch Angaben zu umweltbezogenen und sozialen Indikatoren, etwa zum CO2-Fußabdruck oder zur Einhaltung des Lieferkettengesetzes, enthalten sein.

Wie weit diese Angaben – und damit die Transparenz – gehen werden, dürfte in den konkreten Anwendungsfällen allerdings noch für etliche Diskussionen sorgen. Der Gesetzgeber legt dabei jedenfalls den Rahmen für den Produktpass fest, heißt es dazu. So ist er bereits zentraler Bestandteil der neuen europäischen Batterieverordnung und des neuen Entwurfs der europäischen Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte. Normen und Standards konkretisieren dann diesen gesetzlichen Rahmen, heißt es.

Europäische Normen gefragt

Die Europäische Kommission hat die europäischen Normungsorganisationen CEN und CENELEC (für elektrotechnische Normen) aufgefordert, harmonisierte Europäische Normen zum System des Digitalen Produktpasses zu entwickeln. In Österreich sind Austrian Standards bzw. OVE Mitglied dieser Organisationen. Die neuen Normen können grundlegend für den Batteriepass und andere möglicherweise kommende Anwendungsfälle sein, wie zum Beispiel für Elektrogeräte, Textilien, Möbel, Stahl, Zement und Chemikalien, so DIN. Zur Erarbeitung dieser Normen haben CEN und CENELEC ein „Joint Technical Committee Digital Product Passport“ vorgeschlagen.

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