Sozialminister Stöger kritisiert Bankomatgebühren

Gebührendebatte. Konsumenten sollen nicht mehr „doppelt bestraft“ werden, argumentiert Alois Stöger hinsichtlich der erneuten Diskussion um die Bankomatgebühren und die Kosten für Konten.

Der Hintergrund: Zwischen Anfang 2015 und Mai 2016 sind die durchschnittlichen Kontokosten in Österreich um ein Viertel gestiegen. Bankomatgebühren und teure Kontopakete seien für ihn „nicht akzeptabel“, wird Stöger in einer Aussendung zitiert.

Der Sozialminister will nun über die Stellungnahme der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) diskutieren, in der eine Regulierung der so genannten Vorleistungen angeregt wird. Konkret wird dabei auf ein Modell verwiesen, das bei der Telekommunikation bereits angewendet wird.

Mit einer Regulierung der Vorleistungen – in dem Fall die Gebühren zwischen Banken, Kartennetzwerken und Drittanbietern – soll der wirtschaftliche Druck zu Bankomatgebühren gemildert werden, so der Gedanke. Gemeinsam mit dem Finanzministerium soll nun eine Umsetzung dieser Idee geprüft werden.

Sollte dieses Modell aber nicht ausreichen, um die Bankomatgebühren zu senken, werde er sich weiterhin für ein Verbot einsetzen, so Stöger. In der besagten Stellungnahme der BWB ist unter anderem davon die Rede, dass 43 Prozent der Kontobesitzer gar nicht über die Kosten des Girokontos Bescheid wissen.

Link: Sozialministerium

Link: BWB

(rp)

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