Steirischer Banken-Kauf in Mazedonien mit CMS

06. Mrz 2019   Business Finanz Recht
Peter Huber Credit CMS
Peter Huber ©CMS

Skopje / Graz. Die Steiermärkische Sparkasse kauft die Bank OBSG in Nordmazedonien von SG. Beraten werden die Steirer von Kanzlei CMS.

Die Steiermärkische Bank und Sparkassen AG – sie ist Österreichs größte Bundesländer-Sparkasse – hat am 28. Februar 2019 einen Aktienkaufvertrag mit der Societe Generale unterzeichnet. Die Steirer erwerben laut den Angaben sämtliche Aktien der Societe Generale an der börsennotierten Ohridska Banka Societe Generale (OBSG) in der Republik Nordmazedonien.

Das Aktienpaket ist 74,53% groß und liegt damit knapp unter der 75%-Grenze. Die Transaktion ermögliche es der Steiermärkischen, ihre Marktposition in Nordmazedonien wesentlich zu stärken.

Ein teilweise unabhängiger Sparkassen-Player

Die Steiermärkische gehört dem Sparkassensektor der Erste Group an, ist aber nicht einfach eine Erste-Tochter: 1825 gegründet, gehört sie heute zu knapp drei Vierteln der Holding Steiermärkische Verwaltungssparkasse, die eine ähnliche Rolle ausübt wie der Sparkassenverein bei der Erste Group selbst. Die Steiermärkische gehört also sozusagen primär sich selbst. Die Erste Group ist mit rund 25% an der Steiermärkischen beteiligt.

Bei der Strategie sind Österreichs größe Sparkassen seit Jahrzehnten eng koordiniert: Seit 1997 expandiert die Steiermärkische auf dem Westbalkan, Anfang der 2000er Jahre übernahm sie die steirischen Filialen der Ersten.

Beraten wurde die Steiermärkische bei der aktuellen Mazedonien-Transaktion von der internationalen Wirtschaftskanzlei CMS, die vor einem Jahr eine neue Niederlassung in Skopje eröffnet hat. Man habe damit die führende Marktpräsenz in CEE mit insgesamt zehn Büros weiter ausgebaut, so CMS. Davor war man seit 2005 über einen Mazedonischen Desk in Serbien auf dem Markt präsent.

Die Transaktion

Die Durchführung des Bankenkaufs erfolge im Rahmen eines Pflichtangebots, das auf sämtliche von der OBSG ausgegebenen Aktien einschließlich der Aktien im Besitz der übrigen Minderheitsgesellschafter ausgerichtet ist, heißt es weiter.

Die Durchführung unterliegt der Genehmigung seitens der EZB sowie der Nationalbank der Republik Nordmazedonien, der Kapitalmarktaufsichtsbehörden und der Wettbewerbsbehörden.

„Bei der rechtlichen Strukturierung dieses Bankenkaufs wurde in vieler Hinsicht Neuland betreten, wobei unsere Teams in Wien und Skopje sehr eng zusammengearbeitet haben“, meint CMS Lead-Partner Peter Huber, Leiter des Bereichs Corporate Transactions in Wien.

An der Transaktion haben Teams aus Wien und Nordmazedonien mitgearbeitet. Neben dem von Wien aus tätigen Kernteam, das neben Peter Huber (Lead-Partner) weiters aus Oliver Werner (Rechtsanwalt) Sixtus Ferdinand Kraus (Rechtsanwalt), Simon Cook (Associate) und Mario Maier (Assoicate) bestand, berieten in Skopje Marija Filipovska (Local Lead Partner), Ana Bozarova (Rechtsanwältin) und Elena Miceva Stojchevska (Rechtsanwältin) – alle Corporate M&A sowie Dieter Zandler (Partner, Wien) und Raško Radovanović (Partner, Belgrad) im Bereich Competition.

Link: CMS

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