KSW-Präsident: „Krisen nicht per se etwas Schlechtes“

Herbert Houf ©KSW

Wien. Beim Frühjahrsempfang des KSW sprach Kammerpräsident Herbert Houf über die Herausforderungen in der heutigen Zeit. Dabei gab er einen optimistischen Ausblick auf die Zukunft.

Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause konnten nun die Teilnehmer des Frühjahrsempfangs der Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer (KSW) wieder persönlich aufeinandertreffen.

KSW-Präsident Herbert Houf erläuterte in seiner Eröffnungsrede, dass Krisen und Veränderungen nicht per se etwas Schlechtes bedeuten müssten, sondern vielmehr Hinweis darauf seien, dass sich das Leben nicht ausschließlich linear entwickle. „Der gesellschaftliche Wandel hat unseren Berufsstand erfasst und vor neue Herausforderungen gestellt, aber ist dies eine Katastrophe?“, lautete seine Frage. Krisen seien eine „Möglichkeit, Bewegung in Bereiche zu bringen, wo dies zuvor nicht möglich schien“, so Houf.

„Ethik und Moral, das kann eine Maschine nicht“

Da Prognosen sich „derzeit schwierig“ gestalten würden und der „Blick in die Zukunft ungewiss“ sei, sei es umso wichtiger, ein „hohes Maß an Sensibilität für aktuelle Entwicklungen an den Tag zu legen, sie zu antizipieren und künftige Strategien darauf auszurichten“, so der Kammerpräsident. Das betreffe einerseits den Technologiebereich und dem Abwägen jener Fähigkeiten, die Maschinen und Künstliche Intelligenz leisten können im Gegensatz zu jenen Bereichen, in denen Menschen unersetzlich bleiben. „Ethik und Moral, das kann eine Maschine nicht“, so Houf, ebenso wenig wie „kritisches Denken und Hinterfragen, Kreativität oder Emotionalität in der Kommunikation“.

Auf der anderen Seite müsse dem „gesellschaftlichen Wandel Aufmerksamkeit geschenkt werden, Expertise weiterentwickelt und neue Herausforderungen in das Berufsbild eingearbeitet werden, um es auch für die nachfolgenden Generationen attraktiv zu halten“. So könne man „ungewiss aber optimistisch in die Zukunft blicken“, so Houf.

In der folgenden Keynote sprach der deutsche Wirtschaftswissenschaftler Martin Braml, Research Economist bei der Welthandelsorganisation über die Globalisierung in der Krise und ihre Folgen für Europa und Österreich.

 

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