10. Jan 2019   Business Recht Steuer

PwC berät beide Seiten bei UBM-Deal, TPA startet in OÖ

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Peter Fischer ©PwC Österreich

Steuer- und Prüfmultis. TPA übernimmt die Linzer Kanzlei Donau. Währenddessen beraten PwC, SCWP und Eversheds bei einem UBM-Deal.

Das Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsunternehmen TPA hat in Linz seinen österreichweit 14. Standort eröffnet, womit sein Wirkungskreis nach Oberösterreich erweitert wird, wie es heißt.

Konkret hat TPA die etablierte Linzer Steuerberatungskanzlei „Donau Beratung“ übernommen. Christoph Harrer, langjähriger TPA-Partner und gebürtiger Oberösterreicher, ist seit Jahresbeginn für den Standort verantwortlich. Er führe mit dem vollständigen 25-köpfigen Team des ehemaligen Firmeninhabers  Otto Staudinger dessen Kurs fort. „Dass die gesamte Belegschaft bleibt, ist für mich ein großer Vertrauensbeweis und ein wichtiges Zeichen der Beständigkeit für unsere Kunden“, wird Harrer zitiert.

Und plötzlich ist man bei Baker Tilly

Eine wesentliche Neuerung durch die Integration der „Donau Beratung“ in die TPA Gruppe sei die Anbindung an ihr internationales Netzwerk: Durch die Allianzpartnerschaft mit dem Baker Tilly International-Netzwerk seien die 12 Länder der eigenständigen TPA Gruppe weltweit bestens vernetzt und können in allen wirtschaftlich bedeutenden Städten und Regionen der Welt Dienstleistungen – Buchhaltung, Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung und Unternehmensberatung – zur Verfügung stellen, wie es heißt.

Zuvor war TPA als TPA Horwath Teil der Crowe Horwath-Allianz (die inzwischen nur noch Crowe heißt). Allerdings hat man sich 2016 getrennt: TPA streckte damals die Fühler nach Baker Tilly aus, während Crowe in Österreich mit Teilen der SOT-Gruppe nur einen deutlich kleineren Bündnispartner gefunden hat. Kanzlei TPA, die 2019 übrigens ihr 40-jähriges Bestehen feiert, zeigte sich zuletzt vom Baker Tilly-Bündnis angetan.

„Wir freuen uns sehr, mit dieser neuerlichen Expansion in den Westen Österreichs ein wichtiges strategisches Ziel erreicht zu haben, und dass wir fortan unsere Kundinnen und Kunden auch Face-to-Face in Oberösterreich betreuen können“, so TPA-Partner und Mitglied des Management-Teams Leopold Brunner.

Ein Immo-Deal mit PwC, SCWP und Eversheds

PwC Österreich hat die laut den Angaben letzte große Immobilientransaktion des abgelaufenen Jahres begleitet: Ende Dezember 2018 wurde das Wiener Büroprojekt „Office Provider“ der UBM Development für 68,8 Millionen Euro an einen koreanischen Fonds verkauft. Als Sell Side Advisor beauftragte die UBM Peter Fischer, Real Estate Advisory Deals & Transaction Services bei PwC Österreich.

Auch auf Seiten der koreanischen Investoren war PwC tätig, hat also beide Seiten in dem Deal betreut, was durch die „Chinese Wall“ zwischen den Abteilungen und Personen möglich war, wie es heißt: Konkret übernahm Peter Perktold, Partner PwC Österreich, die Tax Due-Diligence sowie die steuerliche Ausgestaltung der Transaktion. Diana Arjoca, Partner PwC Österreich, war im Rahmen der Financial Due-Diligence tätig.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserer Expertise und unserem starken weltweiten Netzwerk eine der letzten großen Immobilientransaktionen des abgelaufenen Jahres erfolgreich begleiten konnten“, so Fischer.

Die Cross-Border Transaktion mit internationalen Investoren und Beraterteams spreche für den Investitionsstandort Österreich. „Dies bestätigt aber nicht nur den positiven Ausblick für den österreichischen Real Estate Transaktionsmarkt in 2019, sondern auch für die schnell voranschreitende Internationalisierung und Institutionalisierung des Immobilienmarktes“, so Fischer.

Die Rechtsberatung der Sell Side hatte Wirtschaftskanzlei SCWP Schindhelm, konkret ein Team um Immanuel Gerstner und Lukas Leitner, inne. Die „Buy Side“ wurde von Eversheds Sutherland beraten.

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