04. Aug 2020   Business Motor

VW ID.3 kommt: So wird der Stromer günstiger

VW ID.3 ©VW

E-Autos. Der VW ID.3 ist der Elektro-Champion des Volkswagen-Konzerns: Vorbesteller fahren damit schon ab September, wenn auch zu einem höheren Preis und ohne Software-Update.

Mit dem ID.3 will VW die Elektromobilität für jeden ermöglichen: Nicht so teuer wie ein Tesla oder ein Audi e-tron, durch große Reichweite voll alltagstauglich und mit einem marktführenden digitalen Bedienkonzept. Beim Platzangebot im Innenraum soll der ID.3 etwa auf Golf-Niveau liegen. Soweit jedenfalls das Konzept.

Nun wird es, nach einigen Rückschlägen, ernst: Seit letzter Woche nimmt Volkswagen Vorbestellungen der „1st Edition“ entgegen. Und schneidet sich dabei wie schon Tesla eine dicke Scheibe von Marketingstrategien diverser Digitalkonzerne ab. Wer seinen ID.3 nämlich möglichst früh haben möchte, der landet auch beim Preis beinahe in Tesla-Kategorien.

Der ID.3 hat drei grundsätzliche Modellvarianten, die sich bei der Batterie und der Motorleistung unterscheiden:

  • Der ID.3 Pro Performance wird von VW als „Allrounder für Alltag und Freizeit“ positioniert. Seine Batterie bietet 58 kWh Netto-Energieinhalt und bis zu 426 km Reichweite (WLTP). Die E-Maschine leistet 150 kW (204 PS).
  • Eine Variante mit 107 kW (146 PS) folgt später.
  • Das Top-Modell ID.3 Pro S kommt auf 77 kWh Netto-Energieinhalt in der Batterie, eine Reichweite bis zu 549 km (WLTP) und ebenfalls 150 kW (204 PS) Leistung. Es startet zwar voraussichtlich noch 2020, ist derzeit aber noch nicht verfügbar.
Cockpit des VW ID.3 ©VW / Barenschee

Konkret bedeutet das: Als PreBooker werden für den ID.3 ab 41.690 Euro fällig. Zum Vergleich: Tesla verlangt für seinen kleinsten Stromer, das Model 3, derzeit rund 48.000 Euro aufwärts, es gibt aber auch immer wieder Gelegenheiten um ein paar tausend Euro weniger.

Die Möglichkeiten für ID.3-Käufer in Österreich im Detail:

  • Die 1st Edition zu 41.690 Euro verfügt über eine 58 kWh-Batterie, wie sie später auch die reguläre Version haben wird. Allerdings legt VW seinen Kunden der ID.3 1st Edition ein Ladeguthaben von 2.000 kWh (bis zu 600 Euro) bei, gültig für alle Ladepunkte im We Charge Netzwerk inkl. Ionity, so der Autoriese. Auch einige Extras sind dabei. Wer praktisch alle Extras haben will, greift zur „Max“-Version um 45.950 Euro.
  • Wer günstiger zu einem ID.3 kommen möchte, muss ein wenig warten: Schon im August soll auch das Serienfahrzeug bestellt werden können. Das ist der ID.3 Performance, ebenfalls mit 58 kWH-Akku und mit 35.000 Euro ein gutes Sechstel günstiger. Geliefert wird der Performance allerdings erst im Dezember.
  • Ungefähr zu diesem Zeitpunkt soll dann das Top-Modell des ID.3 erstmals auf den Markt kommen: Der „Pro“ hat einen 77 kWH-Akku und beginnt preislich bei rund 46.640 Euro.
  • Und schließlich kommt Anfang 2021 die Basisversion ID.3 Pure. Mit 45 kWh wird ihre Batterie deutlich kleiner, dafür kostet sie auch nur 30.000 Euro (voraussichtlicher Preis).

Viele Apps gewünscht? Dann lieber warten

Der richtige Kaufzeitpunkt hängt beim VW ID.3 also wirklich sehr von den Vorlieben des Users ab. Wenn es schnell gehen soll, führt kein Weg an der 1st Edition vorbei. Immerhin werden echte Fans diese erkennen können: Es wird laut VW eine eigene „1ST-Badge“ geben, eine „1ST-Lenkradspange“ und Pedale im „Play & Pause Design“ sowie eine besondere Begrüßung im Welcome Screen.

Wer viel Wert auf ein aufwändiges digitales Cockpit legt, der sollte sich aber vielleicht noch gedulden. Denn erst vor wenigen Wochen gingen Meldungen über gravierende Probleme bei der Software des ID.3 durch die Fachpresse. Sogar von einer weiteren Verschiebung des Marktstarts war die Rede.

Doch diese Sorgen erwiesen sich als übertrieben: Der ID.3 kommt, seine Software-Ausstattung ist allerdings am Anfang noch teilweise deaktiviert. Für Anfang 2021 steht dann ein großes Software-Update ins Haus, das allen ID.3 zugute kommen soll. Ab diesem Zeitpunkt neu produzierte VW-Stromer werden es gleich an Bord haben.

ID.3 hat 8 Jahre Garantie auf die Batterie

Beim Aufladen will VW von Anfang an Nägel mit Köpfen machen: Der ID.3 lade in 30 Minuten rund 290 km nach (bei 100 kW Ladeleistung). Integriert sei eine serienmäßige Schnellladefunktion, optional auch mit maximal 100-125 kW Gleichstrom (kleine/mittlere Batterie bis 100 kW Ladeleistung, große Batterie bis zu 125 kW Ladeleistung).

Und Volkswagen will auf jede Batterie eine Garantie über acht Jahre oder 160.000 Kilometer geben – und zwar konkret darauf, dass die Batterie mindestens 70% der Ursprungskapazität bewahrt, unabhängig von der Nutzungsart.

An Bord des ID.3 findet sich eine EU-weit standardisierte CCS-Dose für AC und DC (DC-Laden mit festem Kabel an Station, AC-Laden mit festem Kabel an Wallbox). Für öffentliche AC-Ladesäulen ohne Kabel ist ein Mode-3-Kabel mit Typ-2-Stecker serienmäßig an Bord. Auch das Laden an Haushaltssteckdosen ist natürlich möglich, mittels optionalem Mode-2-Kabel.

 

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