Alpbacher Technologiegespräche ab 26.8.2021

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Alpbach. Bei den Alpbacher Technologiegesprächen geht es heuer um „The Great Transformation“ – von Corona-Erfahrungen über Quantentechnologie bis zur Kunst.

Die Alpbacher Technologiegespräche, die vom AIT Austrian Institute of Technology und ORF Radio Ö1 gestaltet und organisiert werden, finden heuer am 26. und 27. August zum 38. Mal im Rahmen des Europäischen Forums Alpbach statt. Thematisch stehen die diesjährigen Gespräche laut den Veranstaltern unter dem Motto „The Great Transformation“ mit Beiträgen zu Nachhaltigkeit, den Erfahrungen aus der Covid-Pandemie sowie den Schnittstellen zwischen Kunst, Wissenschaft und Technologie.

Im Gegensatz zum Jahr 2020 können die Alpbacher Technologiegespräche wieder vor Ort stattfinden, eine digitale Schnittstelle gibt es aber auch. „Wir freuen uns über die große Anzahl namhafter Expertinnen und Experten, die viele neue Einblicke in die aktuellen Themen unserer Zeit geben“, so Wolfgang Knoll, Managing Director des AIT Austrian Institute of Technology und Schirmherr der Alpbacher Technologiegespräche.

Der FTI Talk – wie wird Österreich zum „Innovation Leader“?

  • Beim FTI Talk geht es darum, wie Österreich ein „Innovation Leader“ in Europa werden kann. Am FTI Talk nehmen der Industrielle Hannes Androsch, Klimaschutzministerin Leonore Gewessler, Bildungsminister Heinz Faßmann, Digitalisierungsministerin Margarete Schramböck und der Präsident der Industriellenvereinigung, Georg Knill, teil.
  • In der Plenary Session „The complexity of great green transformations” werden der Impact der “Fridays for Future”-Bewegung und die Herausforderungen des Umdenkens zu mehr Nachhaltigkeit diskutiert. Mit dabei sind unter anderem der Präsident des Complexity Science Hubs Vienna, Stefan Thurner, die „Fridays for Future Vienna“-Aktivistin Katharina Rogenhofer und der Präsident des Europäischen Forums Alpbach, Andreas Treichl.
  • Was haben wir aus der COVID-19 Pandemie gelernt und wie werden sich Wissenschaft, Forschung und Innovation weiterentwickeln? Darüber diskutieren im Rahmen der Plenary Session „RTI in the post-COVID era“ unter anderem der Vizepräsident für Forschung der ETH Zürich, Detlef Günther, die ehemalige Vorsitzende des European Research Council, Helga Nowotny und Peter Schwab, Vorstandsmitglied der Voestalpine AG.
  • Ebenfalls um Corona geht es in der Plenary Session „Science for Life“ mit Biontech-Mitbegründer Christoph Huber, dem „Doyen der Alpbacher Technologiegespräche“, Hannes Androsch und der Vizerektorin für Forschung und Innovation der Medizinischen Universität Wien, Michaela Fritz. Vor dem Hintergrund der rasanten Entwicklung eines Impfstoffes gegen COVID-19 wird die Wichtigkeit von Wissenschaft und Forschung für die Gesellschaft thematisiert.
  • Ob und wie Kunst zu nachhaltigen Veränderungen beitragen kann, erörtern Gerald Bast, Rektor der Universität für Angewandte Kunst und Christoph Thun-Hohenstein, Generaldirektor des MAK und Gründer der Vienna Biennale for Change im Rahmen der ARTTEC Veranstaltung „The Art of Radical Change“, gemeinsam mit der Pariser Philosophieprofessorin Corine PelluchonKatja Schechtner vom Senseable City Lab des Massachusetts Institute of Technology.
  • Am Freitag, 27. August, treten junge Talente im Rahmen der zweite Runde des Falling Walls Lab Austria für ein Ticket zum Finale nach Berlin an. Unter der Moderation vom wissenschaftlichen Geschäftsführer des AIT, Wolfgang Knoll und dem Vorsitzenden der Falling Walls Foundation, Jürgen Mlynek, zeigen Nachwuchsforscher und junge Unternehmer, wie viel Potenzial ihre Projekte haben, um Lösungen für globale Probleme aufzuzeigen.
  • Unter dem Motto „24 Stunden Produktentwicklung – 5 Aufgaben, 10 Teams“ sollen die TeilnehmerInnen des TU Austria Innovation Marathon, die aus der ganzen Welt kommen und online zusammenarbeiten, von Unternehmen gestellte anspruchsvolle Aufgaben lösen. Mario Fallast von der TU Graz begleitet in der Online-Session die Teams dabei.

Quantentechnologien und „Natural Intelligence“

  • In der Plenary Session „Quantum Computing” diskutieren internationale ExpertInnen über die Zukunft hochkomplexer digitaler Entwicklungen bis hin zu Analysen hochpräziser medizinischer Bildgebung. Mit dabei sind unter anderem der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, Otmar Wiestler, der Geophysiker und Vorstandsmitglied des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, Hansjörg Dittus und der Institutsleiter am Zentrum für Quantum Control des Forschungszentrums Jülich, Tommaso Calarco.
  • Die Plenary Session “Natural Intelligence” unter der Leitung von Veronika Schöpf vom FWF befasst sich mit der Frage, wie Wissenschaftler auf der Grundlage von Forschungsdaten Modelle entwickeln können, um Ergebnisse vorherzusagen und Entscheidungsprozesse zu unterstützen. Hier diskutieren unter anderem Johannes A. Frasnelli, Schlafforscher an der Universität Quebec und Onur Güntürkün, Neurowissenschaftler an der Universität Bochum.

Breakout Sessions für aktuelle Themen

Neben Podiumsdiskussionen können die Besucherinnen und Besucher der Technologiegespräche auch im Rahmen von Breakout Sessions (Arbeitskreisen) diskutieren.

  • In der Session “Fridays for future and Thursdays for Research? Applied research for “The Great Transformation”, veranstaltet von der Forschung Austria, diskutieren unter anderem FFG Managing Director Klaus Pseiner und MIT Research Fellow Katja Schechtner über die Wichtigkeit von Forschung für jede Art von Transformationsprozessen.
  • Die Breakout Session “Science or fiction – Keeping the future on track, veranstaltet vom Bundesministerium für Klimaschutz, stellt sich die Frage nach der Zukunft der Eisenbahn: Wird uns die Bahn im 21. Jahrhundert zur Klimaneutralität führen? Hier diskutieren unter anderem Mark Topal-Gökceli, Leiter Systemtechnik & Konzernproduktion in der ÖBB Holding und Jochen Holzfeind, Chief Technology Officer der voestalpine railway systems GmbH.
  • Die Breakout Session „New Work needs New Learning – how can we shape the digital education revolution?”, veranstaltet von der ITG Innovations- und Technologietransfer Salzburg, geht der Frage nach, wie die Bevölkerung in den Prozess zunehmender Digitalisierung einbezogen werden kann. Hier diskutieren unter anderem der AIT Head of Center for Technology Experience und Professor für Human-Computer Interaction der Universität Salzburg Manfred Tscheligi und Jörg Dräger, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung.
  • In der Breakout Session „Green Deal and the city – how to transform for livability and affordability?” des Klima- und Energiefonds debattieren unter anderem Nora Vranová von der slowakischen Architektenkammer und Ingeborg Straßl vom Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen, wie die Bedürfnisse der Stadtbewohner mit Klimaschutz, Lebensqualität und Wirtschaftswachstum in Einklang gebracht werden können.
  • „The digital future of the European society” von Joanneum Research wird zukünftige Entwicklungen im Bereich Digitalisierung diskutieren. Hier sind unter anderem Patricia Neumann, Director General von IBM und der Grazer Soziologieprofessor Manfred Prisching vertreten.

Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Corona-Erkenntnisse

  • In der Breakout Session „Scientific policy advice” des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung diskutieren unter anderem der ORF TV-Wissenschaftschef Günther Mayr und die Virologin Elisabeth Puchhammer-Stöckl von der Medizinischen Universität Wien, wie Wissenschaft und Politik voneinander profitieren können und wie wissenschaftliche Ratschläge formuliert sein müssen, um schließlich in politische Entscheidungen implementiert zu werden.
  • In der Breakout Session „Plastics? Sustainable!” der TU Austria sprechen unter anderem Sabine Nadherny-Borutin, Generalsekretärin von Plastics Europe und Kim Ragaert vom Center for Polymer and Material Technologies der Universität von Gent, wie Plastik in die Kreislaufwirtschaft eingegliedert werden kann und wie Plastikprodukte künftig nachhaltiger produziert werden können.
  • Unter dem Titel “Stem (Mint). Changing the World with technology and innovation!” veranstaltet der Vffi (Industriellenvereinigung) eine Breakout Session, die sich mit der Notwendigkeit von Wissenschaft und Forschung angesichts bevorstehender Herausforderungen befasst. Wie können wir den Protest der Jugend in konkrete Lösungen für die Gesellschaft verwandeln? Dazu diskutieren unter anderem Barbara Weitgruber, Sektionschefin im Bildungsministerium und Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende der Infineon Technologies Austria .
  • Die Breakout Session „New Energy for industry“ mit AIT Head of Center for Energy Wolfgang Hribernik und Theresia Vogel, Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds, befasst sich mit den Themen Energiewende und Energieeffizienz. Es wird unter anderem diskutiert, wie die Entwicklung hin zur Klimaneutralität gelingt und wie den damit einhergehenden Herausforderungen für die Industrie begegnet werden kann.

 

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