24. Jan 2013   Steuer

KPMG-Studie: Weltweiter Anstieg bei indirekten Steuern, Körperschaftsteuersätze sinken leicht

V.Trenkwalder, B.Polster-Gruell ©KPMG
V.Trenkwalder, B.Polster-Gruell ©KPMG

Wien/Linz. Die aktuelle KPMG-Studie „Corporate and Indirect Tax Rate Survey“ ortet im Jahr 2012 einen weltweiten Anstieg der indirekten Steuersätze um 0,17 Prozent auf durchschnittlich 15,5 Prozent. Europa verzeichnete eine Erhöhung um 0,29 Prozent auf durchschnittlich rund 20 Prozent.

Gleichzeitig konnte ein leichter Rückgang bei den Körperschaftsteuersätzen gemessen werden. Diese sanken im Jahr 2012 weltweit durchschnittlich um 0,09 Prozent.

„Wir erwarten für 2013 weltweit einen weiteren Anstieg der indirekten Steuersätze, da die Regierungen ihren Weg der Budgetsanierung fortsetzen werden. Die Erhöhung indirekter Steuern hat weniger Auswirkungen auf den Standortwettbewerb als die Erhöhung direkter Steuern“, erklärt Barbara Polster, Tax Partnerin bei KPMG in einer Aussendung.

Körperschaftsteuern zeigen sinkende Tendenz

Mit Ausnahme von Afrika – hier stiegen die Körperschaftsteuern 2012 um rund 0,47 Prozent – konnte weltweit ein leichter Rückgang von 0,09 Prozent bei den Körperschaftsteuern erkannt werden.

Spitzensteuerregion bleibt Nordamerika mit 33 Prozent, obwohl hier die stärkste Senkung (minus 1 Prozent) zu verzeichnen war. In Österreich beträgt der Körperschaftsteuersatz weiterhin 25 Prozent und liege damit nach wie vor über dem europäischen Durchschnitt von derzeit 20,5 Prozent, heißt es.

Viele Länder nutzen die Körperschaftsteuer und andere steuerliche Anreize, um wettbewerbsfähig zu bleiben und ausländische Investoren anzuziehen. „Diese Anreize wurden jedoch in den letzten Jahren immer geringer. Das lässt darauf schließen, dass viele Länder der Meinung sind, dass eine weitere Senkung nur mehr minimale Auswirkungen auf ihre Wettbewerbsfähigkeit hat“, erklärt KPMG-Partnerin Verena Trenkwalder.

„Da Geschäfte zunehmend global getätigt werden gibt es jedoch immer mehr Diskussionen darüber, in welchen Staaten die Gewinne der Körperschaftsteuer unterworfen werden” ergänzt Barbara Polster. „Verrechnungspreisfragen werden auch in Österreich bei Betriebsprüfungen immer intensiver thematisiert. Darauf sollten sich die Unternehmen vorbereiten.“

Link: KMPG

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