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Bildung & Uni, Business, Finanz, Recht, Steuer

Wieviel von der kalten Progression doch bleibt

©ejn

Einkommen. Die Steuerreform 2023 soll die kalte Progression abschaffen: Bei einer Inflation von zuletzt 11,1% umso wichtiger. Ein Expertenbeitrag am Facultas-Blog betrachtet die Frage, wie weit dies gelingen wird.

In den letzten Jahren ist es durch die Corona-Pandemie zu Entwicklungen gekommen, die weltweit Produktion und Lieferketten negativ beeinflusst haben, heißt es bei Facultas: Dagegen gingen die europäischen Staaten, darunter auch Österreich, bekanntlich mit umfangreichen Hilfsprogrammen vor.

Auf Corona folgte dann der Ukraine-Krieg mit einem Explodieren der Energiepreise und der höchsten Inflation seit sieben Jahrzehnten: Im Jänner 2023 lag diese laut Schnellschätzung der Statistik Austria bei 11,1 Prozent. Zwar reagieren die Zentralbanken mit Zinserhöhungen, doch geldpolitische Maßnahmen wirken immer erst mit Verzögerung.

Die kalte Progression wäre heuer besonders heftig

Umso gravierender wären jetzt also die Auswirkungen der kalten Progression – die Steuermehrbelastung, die im zeitlichen Verlauf entsteht, wenn die Eckwerte eines progressiven Steuertarifes nicht an die Preissteigerungsrate angepasst werden. Doch der österreichische Staat hat bekanntlich eine umfangreiche Steuerreform auf den Weg gebracht, die 2023 wirksam wird. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehört:

  • Abschaffung der kalten Progression und
  • Senkung der Steuersätze von 32,5% auf 30%, sowie von 42% auf 41%.

In einer empirischen Analyse, die Facultas jetzt am Verlagsblog veröffentlicht hat, untersuchen Mag. Peter Laukoter und em. Univ. Prof. Dr. Dr. hc. mult. Friedrich Schneider, ob die kalte Progression wirklich „abgeschafft“ ist und welche Wirkung die einzelnen Maßnahmen bei der Erhaltung der Kaufkraft der Österreicherinnen und Österreicher haben. Demnach greifen die Maßnahmen durchaus, es gibt aber Unterschiede je nach persönlicher Ausgangssituation. So spielt es eine Rolle, ob eine Person den unteren oder den mittleren bzw. höheren Einkommensschichten angehört.

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