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Bildung & Uni, Business, Tools

Super-Bündnis europäischer Technik-Unis: Bayern bauen „EuroTeQ“ aus

Flugsimulator am Lehrstuhl für Flugsystemdynamik der Technischen Universität München © TUM / Institute of Flight System Dynamics

Brüssel/München/Paris. Die Hochschulallianz „EuroTeQ“ rund um TU München, Pariser L’X, TU Eindhoven & Co erhält mehr EU-Förderungen und neue, sehr prominente Mitglieder.

Die internationale Hochschulallianz EuroTeQ kann ihre gemeinsame Ausbildung von Ingenieur:innen fortsetzen, freut sich die TU München (TUM) in einer Aussendung: Die EU verlängert demnach die Förderung bis 2027 (die Förderinstrumente sind Erasmus+ bzw. Horizon 2020). Das Hochschul-Bündnis EuroTeQ, das den Studierenden einen internationalen Horizont vermitteln soll, war 2020 zunächst mit sechs Gründungsorganisationen gestartet:

  • TU München
  • Technische Universität von Dänemark (DTU)
  • École Polytechnique de Paris (L’X)
  • Technische Universität Eindhoven (TU/e)
  • Technische Universität Tallinn (TalTech)
  • Technische Universität in Prag (CTU)

In der neuen Förderphase stoßen mit der spanischen IESE und der HEC Paris zwei bekannte europäische Business Schools dazu, die laut diversen Rankings zur Weltspitze zählen (mehrfache Nr. 1-Platzierungen bei Financial Times, Economist, u.a.). Assoziierter Partner von außerhalb der EU ist laut den Angaben die Schweizer EPFL. Die Website der EuroTeQ listet auch das Technion Israel Institute of Technology unter den Associates.

Weiters sind etliche europäische Verbände dabei und natürlich große Unternehmen, insbesondere solche im Einzugsgebiet der Partner-Unis, wie etwa Siemens aus Deutschland, Philips aus den Niederlanden oder Škoda aus Tschechien. Das Teilnehmerfeld aus Frankreich reicht vom Energiekonzern Total über Thalès (Rüstung/Aerospace) bis zu Ubisoft (Games). Das Foto zeigt übrigens einen Flugsimulator am Lehrstuhl für Flugsystemdynamik der TUM.

Österreichische Institutionen finden sich aktuell nicht auf der Teilnehmerliste von EuroTeQ, sie setzen aber durchaus auf internationale Zusammenarbeit. So hat die TU Wien vor einigen Monaten im Rahmen ihres Executive Engineering MBA-Kurses eine Zusammenarbeit mit Caltech aus Kalifornien abgeschlossen, zu deren Campus das JPL-Laboratory der NASA gehört.

Die Statements

Mit der neuen EU-Förderzusage und unter der Leitung der TUM werde sich EuroTeQ künftig dem Ausbau der Zusammenarbeit von acht Universitäten im Rahmen von Studium, Lehre, Forschung und Lifelong Learning widmen, heißt es weiter.

„Unsere Arbeit der letzten Jahre basiert auf der Überzeugung, dass wir für die Ingenieurausbildung der Zukunft neue und erweiterte Ansätze benötigen, um unsere Studierenden auf die mit den aktuellen gesellschaftlichen und technologischen Entwicklungen verbundenen Chancen und Herausforderungen vorzubereiten“, so der TUM-Vizepräsident für Studium und Lehre, Prof. Gerhard Müller: „Wir haben hier schon viel erreicht und die EuroTeQ Familie wächst, Verbindungen vertiefen sich und neue Angebote und Lehrformate entstehen. Wir sind sehr dankbar, dass die Europäische Kommission dies würdigt und unsere Ambitionen weiter fördert.“

Die neuen Pläne

In das Vorhaben der Partner unter dem Titel EuroTeQ 2030 fließen in den nächsten vier Jahren etwa 12,8 Mio. Euro. EuroTeQ konzentriere sich dabei auf folgende Aspekte:

  • Der EuroTeQ Campus werde mit zahlreichen Studienangeboten erweitert, die zukünftig 50% der Studierenden eine internationale Erfahrung in ihrem Studium ermöglichen sollen. Das Programm biete Studierenden bereits jetzt die Möglichkeit, akademische Kurse an den Partnerhochschulen zu belegen.
  • Der EuroTeQ Collider ermögliche challenge-based Learning Erfahrungen in Projektteams und Industriekooperationen und vermittle Entrepreneurship Kompetenzen. Auch Auszubildende und Professionals sollen teilhaben.
  • Die EuroTeQ Academy soll ein Lifelong Learning Angebot für Mitarbeitende sowie externe Professionals erarbeiten und soll agile Weiterbildungsmöglichkeiten auf den Markt bringen. Dazu gehören „Micro-Credentials“ und ein Executive Program for Senior Specialists.
  • Das EuroTeQ Education Lab bilde die Schnittstelle zwischen Bildungsforschung und pädagogischer Praxis, für innovative Lehrformate und die Internationalisierung von Lehrkräften.

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