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Mazars: Was CEE-Führungskräfte in schwierigen Zeiten planen

Peter Wundsam ©Mazars Austria

Wien. Steuerkanzlei Mazars beleuchtet mit ihrem „C-Suite-Barometer“ die Pläne der Führungskräfte in Zentral- und Osteuropa, was Wachstum, Nachhaltigkeit, IT und mehr betrifft.

Der Bericht zeige, dass sich die befragten CEE Führungskräfte auf die Zukunft vorbereitet fühlen und optimistisch auf die kommenden Jahre blicken – trotz der aktuell schwierigen Zeiten durch den Ukraine-Krieg. Als ihre wichtigsten Prioritäten für die kommenden drei bis fünf Jahre nennen die Führungskräfte internationale Expansion, die Adaptierung der Unternehmens-IT, die Umsetzung von Nachhaltigkeitsstrategien sowie die allgemeine Umstrukturierung und Kostensenkung.

Das Mazars C-Suite Barometer wurde laut den Angaben von GQR Research in Zusammenarbeit mit Mazars konzipiert und durchgeführt. C-Suite bezeichnet die oberste Führungsebene in Unternehmen, also CEO, COO, CFO usw. – die Funktionen mit „C“. Die Daten wurden mittels Online-Umfrage zwischen 9. November und 14. Dezember 2022 erhoben.

Die Vorhaben

„Obwohl sich aktuell auch Unternehmen in Mittel- und Osteuropa mit instabilen wirtschaftlichen und politischen Verhältnissen konfrontiert sehen, blicken die Führungskräfte optimistisch in die Zukunft und treffen auch in dieser unsicheren Zeit richtungsweisende Entscheidungen für ihre Unternehmen“, so Peter Wundsam, Managing Partner von Mazars Austria, in einer Aussendung.

44 Prozent halten Automatisierung für unerlässlich, viele sind mit künstlicher Intelligenz (KI) vertraut

C-Suite-Führungskräfte kennen die neuen und aufkommenden Technologien und zeigen Vertrauen in den Datenschutz. Die Bedeutung von Automatisierung und KI seien weithin anerkannt, während das Konzept des Metaverse weniger verbreitet ist. Interessant dabei: 66 Prozent der Führungskräfte sehen sich in Bezug auf Datensicherheit als vollständig geschützt an. Sie seien allerdings geteilter Meinung darüber, ob das Cyber-Risiko im letzten Jahr gestiegen ist: 27 Prozent sagen, dass es gesunken ist, während 36 Prozent meinen, dass es gestiegen ist, und 38 Prozent, dass das Risiko in den letzten zwölf Monaten gleichgeblieben ist.

69 Prozent sind bereit, über ESG und Nachhaltigkeit zu berichten, Datenqualität als Herausforderung

Was die Berichterstattung über ihre Initiativen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG-Kriterien) betrifft, erstellen fast zwei Drittel (61 Prozent) der Unternehmen in den CEE-Ländern derzeit Nachhaltigkeitsberichte – ein Durchschnittswert, der etwas niedriger ist als auf globaler Ebene (65 Prozent).

Mehr als zwei Drittel (69 Prozent) geben auch an, dass sie auf die neuen ESG-Berichtsanforderungen vorbereitet sind, während 59 Prozent bereits Kosten für die ESG-Strategie eingeplant haben. Die Datenqualität sei die größte Herausforderung bei der ESG-Berichterstattung und spiegelt eine gemeinsame Herausforderung wider, mit der Unternehmen weltweit konfrontiert sind, heißt es.

„Nachhaltigkeit ist kein Ziel, sondern ein fortlaufender Weg der Veränderung und ein Teil der unternehmerischen Strategie. Das wird sich auch in der Berichterstattung über ESG widerspiegeln. Das Datenmanagement ist eine Herausforderung, aber das macht es auch besonders spannend“, so Wundsam.

Das Gender-Thema in CEE

Mazars befragte die Führungskräfte auch zum Thema Gleichberechtigung: Die Studie ergab, dass nur 34 Prozent der Unternehmen im CEE Raum ihre Führungspositionen zu mehr als 30 Prozent mit Frauen besetzt haben, was unter dem weltweiten Durchschnitt (43 Prozent) liegt. Allerdings setzen 45 Prozent der Unternehmen in den CEE-Ländern Initiativen für Vielfalt und Integration (Diversity & Inclusion), die Geschlechtergerechtigkeit und Sexismus behandeln.

42 Prozent zählen die Gleichberechtigung der Geschlechter außerdem zu ihren drei wichtigsten Prioritäten, das sind neun Prozentpunkte mehr als der weltweite Durchschnitt, heißt es. Wenn es darum gehe, Top-Talente anzuziehen und zu halten, seien sich die Führungskräfte bewusst, wie wichtig es ist, Teamarbeit und Kameradschaft zu fördern und Möglichkeiten für die berufliche Weiterentwicklung zu bieten.

91 Prozent der Unternehmen arbeiten teils remote

Die Verbesserung der IT-Sicherheit und neue Finanzierungsvereinbarungen erweisen sich als die bedeutendsten langfristigen Veränderungen aufgrund der Covid-19-Pandemie. Zwar haben die Unternehmen in der CEE-Region die mit Home-Office und Remote Work verbundenen Herausforderungen überwunden (43 Prozent), doch gibt es nach wie vor einige Probleme (43 Prozent), wenn auch weniger stark als im weltweiten Durchschnitt.

Mehr als neun von zehn Unternehmen in den Ländern des CEE Raumes erlauben es allen oder einigen Mitarbeitern, remote zu arbeiten, wobei fast zwei Drittel der Unternehmen erwarten, dass die Mitarbeitenden ein bis zwei Tage pro Woche vor Ort sind. Zur Unterstützung von Mitarbeitenden, die remote arbeiten, bieten die Unternehmen finanzielle Unterstützung für die Einrichtung geeigneter Arbeitsplätze an.

Darüber hinaus bieten Unternehmen flexible Arbeitsregelungen an, die es den Mitarbeitenden ermöglichen, ihre Vollzeitstunden auf vier Tage aufzuteilen oder im Gegenzug für die geleisteten Arbeitsstunden frei zu nehmen, so die Mazars-Befragung.

Das Problem der Energiekosten

Es wurde vorhergesagt, dass die Energiepreise in diesem Jahr die größten Auswirkungen auf Unternehmen haben werden. So erwarteten auch die meisten der Führungskräfte (91%) zum Zeitpunkt der Umfrage zu Jahresbeginn 2023, dass die Energiekosten im Jahr 2023 steigen würden. Sie sind aber geteilter Meinung darüber, wann die globalen Energiepreise auf das Niveau von vor 2022 zurückkehren werden – 36 Prozent erwarteten eine Rückkehr bis Ende 2023, 19 Prozent waren sich nicht sicher.

Um den steigenden Energiekosten zu begegnen, führen die Führungskräfte unternehmensweite Energieeffizienzpläne ein und bemühen sich um staatliche Unterstützung.

Optimismus trotz Herausforderungen

Trotz wirtschaftlicher Instabilität, steigender Energiepreise und geopolitischer Spannungen seien die Führungskräfte optimistisch, was das künftige Wachstum ihres Unternehmens angeht: 86 Prozent haben einen positiven (28 Prozent einen sehr positiven) Ausblick auf das Wachstum im Jahr 2023. Durch den frühen Befragungszeitraum spiegeln sich dabei allerdings möglicherweise die teils getrübten Konjunkturaussichten zur Mitte 2023 nicht wieder.

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