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Dagobertinvest mit EU-Lizenz und hauseigenem Inkassobüro

©ejn

Wien. Die auf Immos spezialisierte Crowdinvesting-Plattform dagobertinvest hat von der FMA die EU-weite Schwarmfinanzierung-Zulassung erhalten. Gleichzeitig verschärft man die Regeln und startet ein Inkassobüro.

Konkret erhielt dagobertinvest am 15. September 2023 von der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) die Zulassung zum Schwarmfinanzierungsdienstleister. Damit ist es der auf Immobilienprojekte spezialisierten Plattform laut den Angaben möglich, Kredite und Wertpapiere im Rahmen der EU-Verordnung europaweit als grenzüberschreitende Dienstleistung anbieten zu können. Investoren stünden nun bankenübliche Sicherheiten ins Haus, die insbesondere im aktuellen Marktumfeld den Anleger:innenschutz erheblich verbessern sollen, heißt es in einer Aussendung.

Die Immobilienmärkte werden härter

Derzeit sehen sich Immobilienentwickler bekanntlich mit gestiegenen Baukosten und erhöhten Bankzinsen konfrontiert, während privaten Personen der Zugang zu Immo-Krediten durch die KIM-Verordnung erschwert werde. Als Resultat komme es derzeit vermehrt zu Verspätungen bei der Fertigstellung und Verkaufsprozesse nehmen mehr Zeit in Anspruch als geplant. Damit komme es auch zu teils verspäteten Rückzahlungen für Crowdinvestoren, so dagobertinvest.

Gab es bislang bei dagobertinvest qualifizierte Nachrangdarlehen, sollen Investoren künftig über die Plattform einen Darlehensvertrag mit unbedingtem Rückzahlungsanspruch abschließen. „Bisher mussten Projektträger die Crowd-Darlehen nicht zurückführen, wenn dies ansonsten zu Liquiditätsproblemen geführt hätte. Das ändert sich nun: Mit Ende der vertraglich vereinbarten Darlehenslaufzeit ist fortan auch der Kredit fällig“, so Andreas Zederbauer, Vorstand der dagobertinvest AG.

Wenn die Plattform den Inkassodienst schickt

Sollte es diesbezüglich zu Problemen kommen, will man konkrete Hilfestellung für Anleger durch das im letzten Jahr gegründete Inkassoinstitut dagobertinvest service gmbh leisten. Dieser Schritt werde zwar nicht unbedingt in der ESCP-Regulierung der EU vorgesehen, man sehe ihn aber als logische Konsequenz, um die Interessen der Anleger im neuen Umfeld konsequent vertreten zu können.

Zusätzlich zum unbedingten Rückzahlungsanspruch sollen bankenübliche Sicherheiten in den Kreditverträgen gestaltet werden, die während der Laufzeit für die Anleger verwahrt und am Ende der Laufzeit gegebenenfalls vom hauseigenen Inkassobüro durchgesetzt werden, so Zederbauer. Dabei könne unter dem EU-Pass auch über den Projektträger hinausgegriffen werden, zum Beispiel in Form einer Garantie der Muttergesellschaft oder vom wirtschaftlichen Eigentümer. Bei dagobertinvest gebe es derzeit bei den unter der ECSP-Verordnung laufenden Projekte zwischen 8 und 12 Prozent Zinsen pro anno. Es handle sich immerhin auch um Risikokapital, so Zederbauer.

Expansion nach Tschechien

Mit Erhalt der EU-Lizenz will die Plattform ihr Geschäftsmodell nun auch in weiteren Ländern starten – angefangen mit dem süd- und osteuropäischen Raum. „Tschechien ist unser erstes Ziel. Hier haben wir bereits vor Monaten mit der Planung begonnen und auch schon ein Büro bezogen. Der Startschuss ist nun gefallen. Sukzessiv werden dann weitere Länder folgen“, so Zederbauer: „Wir freuen uns sehr, nun unter der ECSP-Verordnung agieren zu dürfen und Immo-Crowdinvesting so auf ein neues Level heben zu können.“

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