Sebastian Schütze wird neuer Rektor der Uni Wien

Sebastian Schütze ©Johannes Hloch

Ab Oktober. Der Universitätsrat der Universität Wien hat Kunstgeschichte-Dekan Sebastian Schütze zum Rektor gewählt. Er folgt auf Heinz W. Engl.

Sebastian Schütze zum Rektor der Universität Wien gewählt

Der Universitätsrat der Universität Wien hat in seiner Sitzung am Samstag Sebastian Schütze zum neuen Rektor der Universität Wien gewählt. Nach einem internationalen Auswahlverfahren, das vom Personalberater Egon Zehnder begleitet wurde, hat der Senat dem Universitätsrat einen nicht gereihten Dreiervorschlag übermittelt. Die drei Kandidat*innen stellten sich nun dem finalen Hearing im Universitätsrat.

Sebastian Schütze überzeugte dabei laut Aussendung der Uni mit seiner Persönlichkeit und Kompetenz und wurde in der geheimen Abstimmung einstimmig gewählt. Die Funktionsperiode beginnt am 1. Oktober 2022 und dauert vier Jahre.

Die Laufbahn

Sebastian Schütze ist nach akademischen Stationen an der Freien Universität Berlin, an der Bibliotheca Hertziana (Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte) in Rom und der Queen’s University in Kingston/Kanada seit 2009 Professor für Neuere Kunstgeschichte an der Universität Wien und dort seit 2018 Dekan der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät.

Schütze ist weiters wirkliches Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Kunst- und Kulturgeschichte Italiens, der Sammlungsgeschichte in Wien und Mitteleuropa und der produktiven Wechselwirkungen zwischen Literatur und bildender Kunst. Dabei sei es ihm ein besonderes Anliegen, die Ergebnisse seiner Forschungen auch im Rahmen internationaler Ausstellungen für das große Publikum zugänglich zu machen.

Das Arbeitsgebiet

Die Universität Wien ist eine der ältesten und größten Universitäten Europas, mit rund 7.400 Wissenschafter*innen an 20 Fakultäten u.a. Sie bietet insgesamt 179 Studien und hat jährlich rund 10.000 Absolvent*innen. Die Neuwahl eines Rektors für die Uni Wien war nötig, weil Vorgänger Heinz Engl Ende des Vorjahrs angekündigt hatte, seine Funktion Ende September 2022 und damit ein Jahr früher als geplant niederlegen zu wollen.

Neben Schütze gab es daraufhin laut Medienberichten sowohl weitere Bewerbungen innerhalb Österreichs wie auch mit Matthias Tschöp einen sozusagen „internationalen“ Kandidaten: Tschöp (Neuroendokrinologe, wissenschaftlicher Leiter des Helmholtz Zentrums München sowie Abteilungsleiter an der Technischen Universität München, TUM) zog seine Bewerbung freilich vor einigen Wochen zurück.

Die Statements

„Wir freuen uns, mit Sebastian Schütze eine wissenschaftlich hervorragende Persönlichkeit mit ausgewiesener Kompetenz im Management für die Leitung der Universität Wien gewonnen zu haben. Er überzeugte mit seinem Konzept, die Universität in der internationalen Sichtbarkeit voranzubringen und gleichzeitig die großen Themen unserer Zeit auch im Sinne der gesellschaftlichen Verantwortung der Universität in Forschung und Lehre zu platzieren“, so Eva Nowotny, Vorsitzende des Universitätsrats der Universität Wien.

Sebastian Schütze: „Die Universität Wien ist die älteste Universität im deutschsprachigen Raum und gehört zu den führenden Forschungsuniversitäten Europas. Als neuer Rektor möchte ich diese Tradition und den erfolgreichen Kurs von Exzellenz und Internationalisierung fortführen und die Universität in Forschung und Lehre national und international strategisch für die Zukunft positionieren. Besondere Bedeutung kommt dabei der Grundlagenforschung, der Rolle der Universität als wichtigster akademischer Ausbildungsstätte Österreichs und dem gesellschaftlichen Beitrag zu großen Zukunftsthemen zu, von digitaler Transformation, Gesundheit, Klima und Umwelt bis zu Migration und Mobilität, Demokatieverständnis und politischer Bildung.“

Der Universitätsrat zeigt sich in einer Aussendugn überzeugt, dass mit Sebastian Schütze der erfolgreiche Weg der Universität Wien unter dem Rektorat von Heinz W. Engl weitergeführt und die aktuellen Herausforderungen mit neuen Konzepten und Energie in Angriff genommen werden, wie es heißt. Man danke allen Mitwirkenden am komplexen Auswahlverfahren, insbesondere dem Senat unter dem Vorsitz von Michael Viktor Schwarz, für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

 

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