14. Jun 2019   Business Motor

Audi h-tron: Fahren mit Strom durch Wasserstoff?

Audi h tron quattro concept Credit Audi
Audi h-tron quattro concept ©Audi

Alternative Antriebe. Die Explosion einer Wasserstoff-Tankstelle in Norwegen hat das alternative Antriebskonzept wieder in Erinnerung gebracht: Autos wie der Audi h-tron sind Stromer und Wasserstoffauto zugleich.

Die Explosion der von Nel Hydrogen betriebenen Tankstelle hat gerade zu einem Rückschlag für das alternative Antriebskonzept in Norwegen geführt. Toyota und Hyundai haben vorläufig den Verkauf entsprechender Autos in dem skandinavischen Land gestoppt.

Das schmerzt gerade deshalb, weil Norwegen bekanntlich ein Vorreiter alternativer Antriebskonzepte in Europa ist. Doch die Befürworter hoffen weiterhin auf Wasserstoff: Er könnte eines der größten Mankos herkömmlicher E-Autos ausgleichen, die geringe Reichweite. Ein Beispiel für ein Wasserstoff-Mobil der Oberklasse ist der Audi h-tron.

So will Audi es machen

Bereits im Jahr 2016 hat Audi auf der Autoshow „NAIAS 2016“ in Detroit eine Studie bzw. das Konzept zum Audi h-tron vorgestellt: Die Idee eines Wasserstoffautos könnte durchaus Zukunft haben, meinten damals viele Experten. Nach den neuesten Angaben von Audi erscheint das sportliche SUV nun voraussichtlich 2025.

Der h-tron soll das Problem lösen, dass Strom mit heutigen Akku-Technologien immer noch relativ schlecht zu speichern ist, was die Reichweite moderner Elektroautos, wie zum Beispiel der Opel Corsa-e, Renault Zoe oder BMW iX3, BMW i3 oder Mercedes EQC, EQV oder EQA, beschränkt. Ein alternative Lösung dieses Problems wollen auch die Autofirmen Sono Motors und Lightyear bieten, sie setzen allerdings auf Solarautos.

Was der Audi h-tron kann

Als Antrieb der Konzeptstudie dient eine Brennstoffzelle. Sie erzeugt Strom aus Wasserstoff – einem Gas, das Audi in einer eigenen Power-to-Gas-Anlage mithilfe von Ökostrom CO₂-neutral selbst herstellen kann. Laut den Angaben ist der h-tron in nur vier Minuten vollgetankt mit Wasserstoff. Dazu kommt, dass man den h-tron auch an einen normalen Steckdose oder einer Ladestation mit Strom aufladen kann, ein Akku ist ebenfalls vorhanden.

„Große Reichweite, kurze Betankungszeiten, sportliche Fahrleistungen“, all das versprechen die Ingolstädter, doch ob diese Versprechungen wirklich in Serie gehen werden ist ungewiss.

Zumindest fehlt es dem Audi h-tron quattro concept (dem Studienauto) nicht an herzeigbaren Fahrleistungen. So ist eine Reichweite von bis zu 600 km möglich, knapp die Strecke von Wien nach Venedig. Das verdankt der Wagen drei Wasserstofftanks, die unterhalb des Kofferraums verstaut sind und bis zu 6 kg Wasserstoff bei 700 bar Druck aufnehmen können. Der niedrige cw-Wert von 0,27 trägt dazu bei.

Die Studie des coupehaft wirkenden SUVs ist 4,88 m lang, ist knapp 2 m (193 cm) breit und nur 1,54 Meter hoch. Der h-tron ist nahe mit seinem reinen Elektrobruder Audi e-tron verwandt. Wie bei diesem wird man auch beim h-tron vergeblich nach Seitenspiegeln suchen. In Sachen Assistenzsysteme ist das Concept Car auf dem neuesten Stand der Technik. Angefangen bei Ultraschall- und Radarsensoren bis zu Laserscannern sind alle möglichen Features für autonomes Fahren & Co eingeplant.

 

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